Persönliche Einblicke in die Hospitality-Karriere, Teil 1
In Folge 3 von „Der letzte Schluck zum Feierabend" beginnen Michael Gehring und ich ein Gespräch über persönliche Karrierewege in der Hospitality-Branche. Für Hoteliers ging es dabei um eigene Wegmarken im Beruf. Für Winzer liegt der Nutzen woanders: darin, wie viel eine offen erzählte, persönliche Geschichte im eigenen Marketing bewirken kann.
Ein Gespräch über Karrierewege klingt zunächst nach einem Thema für die Hospitality-Branche selbst und nicht nach einem Marketingthema für Winzer. Genau da liegt der Denkfehler, dem viele Weingüter unterliegen: Die eigene Geschichte wird als Privatsache behandelt, obwohl sie eines der wirksamsten Marketinginstrumente ist, das ein kleiner Betrieb hat.
Warum Menschen sich an Geschichten erinnern, nicht an Fakten
Technische Daten zu einem Wein, Rebsorte, Ausbau, Lage, sind wichtig, aber austauschbar. Nahezu jedes Weingut kann sie liefern. Was ein Betrieb einzigartig macht, ist die Geschichte dahinter: warum jemand Winzer geworden ist, welchen Umweg er gegangen ist, was ihn an diesem Beruf hält. Diese Geschichten sind es, an die sich Kunden erinnern und die sie weitererzählen.
Authentizität lässt sich nicht simulieren
Der Unterschied zwischen einer aufgesetzten Marketing-Biografie und einer echten Geschichte ist für Kunden spürbar, auch wenn sie ihn nicht immer benennen können. Eine echte, auch unperfekte Erzählung über den eigenen Weg wirkt glaubwürdiger als eine glattpolierte Version. Wie sich das konkret in Texten, auf der Website und in Social Media umsetzen lässt, beschreibt der Blogartikel Storytelling im Weinmarketing.
Die eigene Geschichte als Vertrauensanker
Gerade bei einer Kaufentscheidung, die auch mit Vertrauen zu tun hat, wie dem Kauf von Wein direkt beim Erzeuger, wirkt eine persönliche Geschichte stärker als jedes Qualitätssiegel. Sie beantwortet die stille Frage, die viele Kunden im Hinterkopf haben: Wer steckt eigentlich hinter diesem Betrieb?
Ein Etikett zeigt, was im Glas ist. Eine Geschichte zeigt, wem man vertraut.
Warum persönliche Geschichten wirken
- Formulieren Sie Ihre persönliche Geschichte einmal bewusst aus, nicht nur als Lebenslauf, sondern als Erzählung mit Wendepunkten
- Nutzen Sie diese Geschichte gezielt auf der Über-mich-Seite, in Newslettern und bei Verkostungen, nicht nur beiläufig
- Trauen Sie sich, auch Umwege und Rückschläge zu erwähnen, sie machen die Geschichte glaubwürdiger, nicht schwächer
Folge 3 vollständig hören
Die vollständige Episode mit Michael Gehring und mir, inklusive der Hotellerie-Perspektive auf persönliche Karrierewege, gibt es auf Spotify und den anderen gängigen Plattformen. Eine ausführliche Einordnung aus Sicht der Hotellerie finden Sie im Originalartikel auf hotelsuccess.cc/podcast, der Hauptseite unseres gemeinsamen Podcasts.
Welche Geschichte steckt hinter Ihrem Weingut?
Im kostenlosen Strategiegespräch arbeiten wir gemeinsam heraus, wie Sie diese Geschichte erzählen.
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